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Umweltlexikon-online.de: Jojoba


Jojoba ist ein immergrüner, trockenresistenter, Wüstenstrauch, der zwischen 0,6 bis 5 Meter hoch wird. Er besitzt Pfahlwurzeln mit einer Länge von bis zu 10 Metern. Jojoba ist zweihäusig und seine Früchte sind dünnschalige Nüsse. Jojoba hat eine Lebensdauer von 100 bis 200 Jahren.

  • Systematik: Familie: Simmondsiaceae (Buchsaceae), Art: Simmondsia chinensis L.
  • Herkunft: Sonorawüste (Mexiko)
  • Klima : trockene Standorte, verträgt extreme Wüstentemperaturen von 43 bis 46°C; Niederschlagsoptimum 380 bis 500 mm pro Jahr; kurz zeitige Frosttoleranz
  • Anbausystem: Dauerkultur bei wenig Niederschlä gen erfolgt Bewässerung
  • Aussaat: Direktsaat oder vegetativ durch Anzucht von Jungpflanzen; Vereinzelung wüchsiger Pflanzen auf 1,5 Meter Abstand; bei Pflanzungen muss auf ein Verhältnis weiblicher zu männlicher Pflanzen von 6:1 geachtet werden
  • Düngung: Nur auf extrem nährstoffarmen Böden wirtschaftlich
  • Pflanzenschutz: relativ unanfällig; ggf. Pilzbefall; Fruchtschäden durch Insektenlarven; Fraßschäden in Junganlagen durch weidende Tiere
  • Ernte: 3 bis 5 Jahre nach Aussaat; die Fruchtentwicklung dauert 6 bis 7 Monate, die Samenreife fällt in die Trockenperiode; Ernte durch Handpflücken oder Erntemaschinen
  • Ertrag: nach 5 Jahren: 400 bis 500 Gramm Nüsse, nach 12 Jahren 2 bis 4 kg, nach 25 Jahren bis 13 kg Nüsse je Busch
  • Besonderheiten: Nüsse enthalten 48 bis 56 Prozent Jojoba-Öl, das überwiegend aus Estern primärer Alkohole mit Fettsäuren (30 Prozent) besteht; chemisch ist es ein Wachs, aufgrund seines niedrigen Schmelzpunktes (7°C).
Literatur:
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005
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Stand: 8. Oktober 2006
Erstellt: 31. Mai 2006
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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