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Umweltlexikon-online.de: Indigofera


Bei Indigofera unterscheidet man zwei Arten: Indigofera tinctoria, eine 1,5 Meter hohe Staude mit schmalen bis gefiederten Blätter; Hülsen sind gerade oder leicht gebogen und enthalten etwa 7 bis 12 Samen. Indigofera arrecta: großer bis zu 3 Meter großer Busch mit gefiederten Blätter; in Kultur oft nur einjährig; 5 mm große Blüten und 2 bis 2,5 cm langen Hülsen.
 

  • Systematik: Familie: Leguminosaceae mit etwa 700 Unterarten; für die Farbstoffgewinnung sind von Bedeutung: Indigofera arrecta und Indigofera tinctoria
  • Herkunft: Ostinidien, tropisches Afrika, Subtropen
  • Klimaansprüche: Indigofera-Arten können bis auf eine Höhe von 1.650 Meter angebaut werden. Sonnige Standorte mit heißem und feuchtem Klima sind besonders geeignet und sollten mindestens 1750 mm Niederschlag im Jahr umfassen.
  • Anbausystem: zwei- bis dreijährige Kultur
  • Aussaat: Samenaussaat; 3 bis 4 Samen/Loch; 60 cm Abstand in den Reihen; 45 bis 60 cm zwischen den Reihen
  • Ernte: Etwa drei Schnitte pro Jahr zur Blüte möglich
  • Ertrag: Indigofera arrecta ist die Hauptquelle des Farbstoffes Indigos und erzielt in Indien Erträge zwischen 20 bis 100 Tonnen Frischmasse/Hektar, dass entspricht 137 bis 375 kg Indigo /Hektar. Indigofera tinctoria dagegen erzielt nur 10 bis 13 Tonnen Frischmasse/Hektar.
  • Besonderheiten: Blauer Farbstoff kann erst durch einen Gärungsprozess gewonnen werden.
Literatur:
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005
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Stand: 8. Oktober 2006
Erstellt: 29. Mai 2006
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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