Startseite


Umweltlexikon

Die Fangsaison für den im Mittelmeer vom Aussterben bedrohten Roten Tunfisch ist in diesem Jahr vorzeitig beendet.



Der Wissenschaftliche Rat zur Erforschung der Meere (ICES) hat heute seine Bilanz zum Zustand der Fischbestände in der Ostsee und seine Fangempfehlungen für das Jahr 2011 veröffentlicht.


Biolebensmittel sind nicht automatisch gesünder oder schmackhafter als konventionelle Lebensmittel. Nach den test-Qualtiätsurteilen gibt es im Durchschnitt auch sonst keine qualitativen Unterschiede.


Wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung hat foodwatch Strafanzeige gegen Lidl, die Firma Prolactal und das baden-württembergische Verbraucherministerium gestellt.


Rechtzeitig zu Beginn der Grill-Saison liefert PETA Deutschland e.V. praktische Tipps zum Grillen ohne Fleisch.


Auf der am Montag stattfindenden Anhörung des Bundestag-Agrarausschusses wird ein Gutachten vorgestellt, in dem die Abschaffung von Direktzahlungen gefordert wird.


Mehr als 40 in der „Aktion GEN-Klage“ vernetzte Verbände und Organisationen wollen vor dem Europäischen Gerichtshof die Zulassung der umstrittenen Gentech-Kartoffel Amflora kippen.


- Mehr Klarheit zu den Zahlen.

Futtermittelzusätze und Tierarzneimittel


Aufgrund des großen wirtschaftlichen Drucks und der gestiegenen Nachfrage der Verbraucher nach billigem Fleisch haben die heutigen Methoden der Massentierhaltung zu einem intensiven Einsatz pharmakologisch wirksamer Stoffe geführt.

Diese werden aus therapeutischen, zum größten Teil jedoch aus prophylaktischen und wirtschaftlichen Gründen (Verkürzung der Mastzeiten o.ä.) eingesetzt. Rückstände dieser Stoffe sind gesundheitlich bedenklich und können gerade durch kontinuierliche Aufnahme zu Problemen führen (Allergien, Resistenzen pathogener Keime). Sie gelangen v.a. durch illegale Anwendung, missbräuchliche Auslegung der Gesetze und zu geringer Wartezeiten nach der Anwendung auf den Teller des Verbrauchers.

Die entsprechenden Gesetze (Futtermittelrecht, Lebensmittelrecht, Fleischrecht, Arzneimittelrecht) greifen nur da, wo auch eine wirksame Überwachung stattfindet. Diese jedoch kann nur Stichproben erfassen und stößt aufgrund der nicht kontrollierbaren Zahl an chemischen Verbindungen auf Schwierigkeiten.

Die eingesetzten Stoffe sind:
Antibiotika , sie dürfen bis auf wenige Ausnahmen nur zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden. Allerdings kommt es immer wieder zu missbräuchlichen Auslegungen dieses Verwendungszweckes. V.a. das Antibiotikum Chloramphenicol wird in Tieren immer wieder nachgewiesen. Antibiotika haben neben der Verhütung von Infektionen den günstigen Nebeneffekt, die Futterverwertung zu verbessern und das Wachstum von Jungtieren zu steigern. Nach einem Beschluss des Rates für Landwirtschaft und Fischerei am 20. Februar 2003 in Brüssel, sind ab 1. Januar 2006 antibiotische Leistungsförderer in der Tierernährung verboten.

Cortison oder cortisonähnliche Stoffe werden bei Schweinen zur Vermeidung von Stresszuständen eingesetzt.

Östrogene werden als Masthilfsmittel besonders in der Rindfleischproduktion eingesetzt. In Deutschland ist der Einsatz von Hormonen zu Mastzwecken seit 1958 verboten. Seit 1988 gilt dieses Verbot auch EU-weit. Trotzdem kam es im Sommer 1988 zum großen Hormonskandal. 70.000 Kälber zweier Südoldenburger Mäster wurden beschlagnahmt.

Psychopharmaka werden als Beruhigungsmittel zur Vermeidung von Streßzuständen bei Massentierhaltung , Transporten und vor der Schlachtung angewendet. Bei Dauergebrauch wirkt sich auch die Ruhigstellung positiv auf das Mastergebnis aus. Ebenfalls als Beruhigungsmittel werden die Herz-Kreislauf-wirksamen Beta-Blocker sowie Tranquilizer eingesetzt.

Somatotropin ist ein gentechnisch hergestelltes Wachstumshormon. Das Somatotropin soll die Milchleistung der Kühe um 30 Prozent steigern, und auch die Fleischausbeute soll erhöht werden. Der Nachweis des Somatotropin im Fleisch ist schwierig, da dieses Hormon auch von der Kuh selbst produziert wird. Zweifel an der Unbedenklichkeit werden immer lauter.

Quelle:
KATALYSE (Hrsg.): Neue Chemie in Lebensmitteln. Frankfurt 1998.

    @Umweltlexikon?
  • DFD-Fleisch , PSE-Fleisch

Haupttreffer:

Rohstofflieferant WAL: Von Futtermittel bis Biodiesel Rohstofflieferant WAL: Von Futtermittel bis Biodiesel
Agadir, 15.06.2010: Wenige Tage vor der Entscheidung, ob das derzeitig international gültige kommerzielle Walfangverbot für 10 Jahre aufgehoben werden soll, veröffentlicht die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS einen Bericht, der die Bestrebungen der Walfangstaaten - Norwegen, Island und Japan – dokumentiert, neue Walprodukte zu entwickeln und diese für den internationalen Handel vorzubereiten.
Weniger Chemikalien in Lebens- und Futtermitteln Weniger Chemikalien in Lebens- und Futtermitteln
Brüssel/Berlin, 04.02.2006: Die Europäische Kommission hat gestern neue Grenzwerte für Dioxine und dioxinähnliche PCB (polychlorierte Biphenyle) in Lebens- und Futtermitteln festgelegt. Die Rechtsvorschriften zielen auf den kombinierten Gehalt von Dioxinen und PCB und sind ab November 2006 umzusetzen. Die Chemikalien sind toxisch und können ....
Belügt Raiffeisen Bauern? Landwirte fordern gentechnikfreie Futtermittel Belügt Raiffeisen Bauern? Landwirte fordern gentechnikfreie Futtermittel
Bonn/Berlin, 29.09.2005: Landwirte haben auf dem Gelände des Deutschen Raiffeisenverbandes in Bonn gegen dessen Pro-Gentechnik-Kurs demonstriert. Die Bauern versperrten den Haupteingang des Verbandes mit zwei Traktoren, einer Kuh und Futtermittel-Säcken und forderten auf Plakaten "Wir wollen gentechnikfreie Futtermittel!".
Uran in Lebens- und Futtermitteln? Uran in Lebens- und Futtermitteln?
Berlin, 02.08.2005: Die Bedeutung von Uran in Mineralwässern und die Fragen nach dem Risiko uranhaltiger Mineraldünger wurden in den letzten Wochen nicht nur auf Fachebene, sondern zunehmend auch in der Öffentlichkeit diskutiert. Aus diesem Anlass hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung am 21. Juli 22 externe Fachleute aus Forschung und Fachbehörden zu einem Statusseminar "Uran als Schwermetall in Lebens- und Futtermitteln – Uran als radioaktives Element" nach Berlin eingeladen.
Dioxin in Futtermitteln aus der Kartoffelverarbeitung Dioxin in Futtermitteln aus der Kartoffelverarbeitung
Bonn, 13.11.2004: Zur Dioxinbelastung von Futtermitteln, die aus der Kartoffelverarbeitung niederländischer Unternehmen an landwirtschaftliche Betriebe in den Niederlanden selbst aber auch in Belgien und in Deutschland geliefert wurden, zieht der Staatssekretär im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) eine erste Zwischenbilanz:

© 1985 - 2007 KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung, Köln
Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt und nur nach schriftlicher Zustimmung des KATALYSE-Institutes frei zur weiteren Verarbeitung. Die Nutzung der Texte, auch Auszugsweise zwecks Weiterverbreitung, insbesondere die Speicherung auf andern Domains, bedürfen zuvor unserer schriflichen Zustimmung. Weitere Informationen finden Sie im Umweltlexikon-Impressum.
Druckansicht

powered by oekoserve GmbH
Webmaster: André Sepeur
Bildmaterial: Mit freundlicher Unterstützung von Picturediscount.net