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Umweltlexikon-online.de: Lärmschwerhörigkeit


L., auch als chronisches akustisches Trauma bezeichnet, ist eine weitgehend seitengleiche Einschränkung des Hörbereichs infolge einer Schädigung des Innenohres.

L. ist das Symptom einer Stoffwechselerschöpfung der Hörsinneszellen des Innenohrs mit degenerativen Veränderungen. Die Folgen einer akustischen Überbelastung sind zunächst noch reversibel. Bei fortgesetzter Lärmbelastung kommt es jedoch zu einer bleibenden Schädigung durch den Zerfall der Sinneszellen. Am Anfang bildet sich die Schwerhörigkeit nur in einem eng begrenzten Frequenzbereich um 4000 Hz aus.

Durch diese sog. C5-Senke ist die L. deutlich von der Altersschwerhörigkeit zu unterscheiden. Bei weiterer Lärmexposition nimmt das Außmaß der L. zu, so daß auch andere Frequenzen betroffen werden. Häufig bildet sich in den von L. betroffenen Frequenzbereichen ein Tinnitus, ein permanentes Pfeifen oder Klingeln im Ohr.

Das Risiko einer L. steigt mit der Höhe des Lärmpegels, der Dauer der Einwirkung und dem Alter der betroffenen Person. Bei besonders empfindlichen Personen kann ein Hörschaden u.U. schon durch einen Lärmpegel ab 75 dB(A) verursacht werden ( Dezibel ). Außerdem spielen die Ruhezeiten und die Lärmbelastung während der Ruhezeiten eine sehr große Rolle (Lärm). Gerade durch die starke Zunahme von Verkehrslärm und Freizeitlärm wird dem Innenohr immer weniger Chancen gelassen, sich zu regenerien.

Etwa 9 Mio Bundesbürger (BRD 1985) im Alter von 15 bis 75 Jahren leiden unter einer nicht heilbaren Beeinträchtigung des Hörvermögens. 11% klagen über Ohrenklingeln (Tinnitus), und 2% tragen eine Hörhilfe. L. ist die zweithäufigste Berufskrankheit.


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Stand: 24. Februar 2012
Erstellt: 21. Mai 2001
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