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Umweltlexikon



Freiheitsberaubung oder "smarte" Fürsorge?




Glaubt man den Werbeversprechungen der Krankenkassen, dann ist Deutschland ein Paradies für Patienten, die Krankheiten und Wehwehchen mit Naturheilverfahren kurieren wollen.


Die Badesaison startet mit einer Hiobsbotschaft: Für Kinder kann das Planschen mit Luftmatratzen zum Gesundheitsrisiko werden.



Bei einer psychischen Störung oder Erkrankung kann eine Psychotherapie helfen. Auch bei Konflikten, Mobbing oder in Lebenskrisen ist sie häufig das Mittel der Wahl.


Schön ohne Chemie: Der Markt für Naturkosmetik boomt. Kein Wunder, dass viele Hersteller grüne Produkte anbieten.



Während die Gefährlichkeit des Handys für das menschliche Gehirn nun aufgrund der Auswertungen der seit langem erwarteten Interphone-Studie in Frage gestellt ist, bestätigt sich die Gefährlichkeit von Fischkonsum zunehmend.


Die Wellen werden wieder hochschlagen, wenn am 4. Juli 2010 in Bayern der Volksentscheid zum Nichtraucherschutzgesetz ansteht.


Magenbeschwerden sind oft harmlos. Manchmal sind sie aber auch gefährlich, denn sie können Zeichen für Geschwüre oder gar für Krebs sein.

Hautkrebs


H. gehört zu den Krebs-Arten, die weltweit am stärksten zunehmen. Hauptursache (90%) für H. ist UV-Strahlung (Sonnenbaden, Sonnenbrand), die infolge der Zerstörung der Ozonschicht (Ozonabbau) weltweit anwächst.

Andere Ursachen für H.: Ionisierende Strahlung (somatische Strahlenschäden), Arsen , Teer-Verbindungen, vererbter Hauttyp und Veranlagung, lang anhaltende Hautschädigung durch schwerwiegende Krankheiten und Spätfolge anderer Krebserkrankungen.
I.d.R. treten die relativ harmlosen H. Basalzellentumor (Basaliom) und Stachelzellenkrebs (Spinaliom) auf. Selten kommt es jedoch auch zum bösartigen schwarzen H. (malignes Melanom ). Besonders gefährdet sind hellhäutige Menschen.

Die H.-Arten im einzelnen:
Basaliom (Basalzellentumor): Es tritt vorwiegend an dem Sonnenlicht ausgesetzten Hautbezirken (besonders im Gesicht) auf, bevorzugt bei alten und lichtempfindlichen Menschen. Es entsteht aus unreifen Zellen der obersten Hautschicht, die die Fähigkeit zur Verhornung verloren haben. Es wächst geschwürartig in die Tiefe und bildet i.d.R. keine Metastasen. Die operative Entfernung hat gute Heilungschancen.

Spinaliom (Stachelzellenkrebs): Es geht von den Stachelzellen der Haut aus. Vorstufen zum Spinaliom sind Hautveränderungen oder rötliche Stellen, die nicht abheilen und sich wie Sandpapier anfühlen. Das Spinaliom kann sich bösartig entwickeln, die operative Entfernung hat gute Chancen.
Plattenepithelkarzinom: Es ist seltener als das Basaliom (1:10); es wächst zerstörend und bildet Metastasen. Bevorzugt befallen wird der Übergang von Haut in Schleimhaut. Der Verlauf wird als relativ ungünstig eingeschätzt. Das vermehrte Auftreten von Hautkrebs bei Schornsteinfegern wurde schon 1775 durch Pott beobachtet.

Malignes (= bösartig) Melanom: Es zählt zu den bösartigsten Tumoren der Haut, da es ausgesprochen schnell Metastasen bildet. Es entsteht aus Pigmentzellen und bildet ein braun-schwarzes Mal. In 30% der Fälle entwickelt sich das M. aus einem Muttermal. Der Krankheitsverlauf hängt ab vom Melanomtyp, Metastasierung, Tumordicke, Eindringtiefe. Schon drei massive Sonnenbrände mit Hautabschälung genügen, um das Melanom-Risiko um das Drei- bis Vierfache zu erhöhen. Während die anderen H. meist mit Latenzzeiten von 30 Jahren auftreten, trifft das Melanom auch jüngere Menschen, meist um die 40, gelegentlich aber auch erst 20jährige, und verläuft in vielen Fällen tödlich. Wichtigstes Risikomerkmal ist die Anzahl der Leberflecken. Wenn sie sich in Form und Farbe verändern oder gar Knötchen bilden, nässen oder jucken, besteht höchste Gefahr.

Die Tumoren werden in der Regel operativ entfernt, Metastasen mit Strahlen- und/oder Chemotherapie behandelt; wichtig ist eine Früherkennung.
Häufigkeit des Auftretens: Exzessives Sonnenbaden und zunehmende UV-Strahlung haben die H.-Zahlen drastisch ansteigen lassen. In Deutschland hat sich die H.-Rate in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Insgesamt werden jährlich ca. 125.000 Bundesdeutsche von H. befallen, 8.000 von ihnen erkranken am lebensgefährlichen Melanom (das sind sechsmal so viele Menschen wie vor 20 Jahren). Die Melanomfälle nehmen derzeit alle 5 Jahre um ca. 5-10% zu. Derzeit sterben jedes Jahr etwa 2.000 Deutsche an H..
Nach einer Studie der UNO werden infolge der intensiveren UV-Strahlung ( Ozonabbau ) weltweit jährlich 300.000 zusätzliche H.-Erkrankungen erwartet.


Haupttreffer:

Schwarzer Hautkrebs heilbar? Schwarzer Hautkrebs heilbar?
Berlin, 29.09.2009: Die Behandlung des fortgeschrittenen schwarzen Hautkrebs könnte in Zukunft deutlich einfacher werden. Paul Chapman, Arzt in der Abteilung für Melanome und Sarkome am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York (USA), hat auf Europas größtem Krebskongress ECCO 15 - ESMO 34 in Berlin eine neue Studie vorgestellt. Sie zählte zu den meist diskutierten Studien der Tagung.
Brustkrebs: Gentest soll Therapie erleichtern Brustkrebs: Gentest soll Therapie erleichtern
Mönchengladbach, 29.07.2009: Etwa 57.000 Frauen erkranken jährlich in Deutschland an Brustkrebs. Damit ist dies die häufigste Krebsart bei Frauen. Um eventuell noch im Körper vorhandene Tumorzellen zu zerstören, bekommen viele Patientinnen nach der Operation eine Chemotherapie. Eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe vom Brustzentrum Niederrhein in Mönchengladbach prüft nun, ob ...
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Köln, 29.06.2009: Wenn Patienten mit Diabetes anstelle von Humaninsulin das langwirksame Analoginsulin Glargin verwenden, erhöht dies möglicherweise das Risiko, an Krebs zu erkranken. Wissenschaftler des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) haben zusammen mit Mitarbeitern des Wissenschaftlichen Instituts der ...
Können Krebse Schmerz empfinden? Können Krebse Schmerz empfinden?
München, 01.06.2009: Herr Elwood, bisher geht man davon aus, dass Krebse keine Schmerzen spüren und rechtfertigt damit zum Beispiel das Kochen von Hummer bei lebendigem Leib. Sie haben das Schmerzempfinden von Krebsen untersucht. Was kam heraus?
Wenn Krebse durch die Wasserleitung krabbeln Wenn Krebse durch die Wasserleitung krabbeln
Berlin, 29.05.2009: Der Vorfall in Brieselang ist Mitte Februar durch die Medien aufgegriffen worden: Große Teile des Trinkwassernetzes der brandenburgischen Gemeinde sind unter anderem von Asseln befallen. Die bis zu 18 Millimeter langen Tiere gehören zu den Krebsen und stellen nicht nur ein ästhetisches Problem dar. Denn Wasserasseln (Asellus aquaticus) ernähren sich von ...

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