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Umweltlexikon



Freiheitsberaubung oder "smarte" Fürsorge?




Glaubt man den Werbeversprechungen der Krankenkassen, dann ist Deutschland ein Paradies für Patienten, die Krankheiten und Wehwehchen mit Naturheilverfahren kurieren wollen.


Die Badesaison startet mit einer Hiobsbotschaft: Für Kinder kann das Planschen mit Luftmatratzen zum Gesundheitsrisiko werden.



Bei einer psychischen Störung oder Erkrankung kann eine Psychotherapie helfen. Auch bei Konflikten, Mobbing oder in Lebenskrisen ist sie häufig das Mittel der Wahl.


Schön ohne Chemie: Der Markt für Naturkosmetik boomt. Kein Wunder, dass viele Hersteller grüne Produkte anbieten.



Während die Gefährlichkeit des Handys für das menschliche Gehirn nun aufgrund der Auswertungen der seit langem erwarteten Interphone-Studie in Frage gestellt ist, bestätigt sich die Gefährlichkeit von Fischkonsum zunehmend.


Die Wellen werden wieder hochschlagen, wenn am 4. Juli 2010 in Bayern der Volksentscheid zum Nichtraucherschutzgesetz ansteht.


Magenbeschwerden sind oft harmlos. Manchmal sind sie aber auch gefährlich, denn sie können Zeichen für Geschwüre oder gar für Krebs sein.

Bakterien


Große Gruppe einzelliger, haploider (einfacher Chromosomensatz, Chromosomen) Organismen, oftmals mit Plasmiden, aber ohne echten Zellkern.

Nach ihrer äußeren Gestalt werden B. in Kokken (Kugeln), Stäbchen und gekrümmte Stäbchen eingeteilt. Die Größe von B. liegt in einem Bereich von 0,2-5 Mikrometer. Sie vermehren sich durch Zellteilung und haben unter optimalen Bedingungen eine Generationszeit von etwa 20 min (E.coli). B. existieren fast überall, sowohl in arktischen Gebieten wie auch heißen Schwefelquellen und in hohen Luftschichten. Unter ungünstigen Lebensbedingungen können einige Arten Dauerformen ausbilden, die sogenannten Sporen.

B. sind für alle Stoffkreisläufe in der Natur und den Stoffwechsel vieler Organismen unentbehrlich wie z.B. Luftstickstoff-bindende Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchte oder die Darmbakterien des Menschen (E.coli). Einige B.-Arten verursachen schwere Infektionen wie z.B. Tuberkulose, Typhus, Syphilis oder Lebensmittelvergiftungen.

Die Mehrzahl lebt heterotroph (nicht selbständig) und ernähren sich:
Saprophyten spalten sie organische Stoffe von toten Tieren und abgestorbenen Pflanzen. Im Fäulnisprozeß zerseten sich die Eiweißstoffen unter Luftabschluß oder im Verwesungprozeß unter Sauerstoffverbrauch oder im Gärungsprozeß unter Energiegewinnung durch Spaltung energiereicher Stoffe.
Parasiten sind Krankheitserreger und zerstören Gewebe und vergiften den Organismus des Wirtes mit ihren Stoffwechselprodukten.
Symbionten leben z.B. im Darm von Pflanzenfressern und zerlegen dort die Zellulose .

Die selbstständigen (autotroph) Bakterien ernähren sich:
Mit Hilfe der Photosynthese können sie Chlorophyll assimilieren. Diese Photosynthese funktioniert nur unter anaeroben Bedingungen.
Bei der Chemosynthese oxidieren bestimmte Bakterien anorganische Verbindungen und gewinnen so Energie .

Die Bekämpfung schwerer bakterieller Infektionskrankheiten wurde mit der Entdeckung der Antibiotika möglich; eine zunehmende Resistenz von B. gegenüber Antibiotika ist zu beobachten. Der hohe Stoffumsatz und die große Vielfalt der Stoffwechselreaktionen machen die B. für den Menschen in vielen Bereichen nutzbar, so z.B.
  • zur Lebensmittelherstellung und -verarbeitung (Käse, Sauerkraut, Joghurt etc.),
  • zur Klärung von Abwässern in der biologische Stufe von Kläranlagen (Abwasserreinigung) oder
  • zur biotechnischen Produktion von Arzneimitteln und Lebensmittelzusatzstoffen (z.B. der Geschmacksverstärker Glutamat oder Vitamine).
Die vergleichsweise einfachen genetischen Strukturen, die Möglichkeit zur Übertragung genetischen Materials mit Hilfe von Plasmiden und die kurze Generationszeit haben B. zu bevorzugten Objekten der Gentechnologie werden lassen.

Allgemein bekämpft man Bakterien, indem man sie abtötet oder in ihrer Entwicklung hemmt. Abtöten, keimfrei machen oder sterilisieren kann durch Ausglühen, Auskochen, mit Desinfektions- und Konservierungsmittel erfolgen. Pasteurisiert wird durch mehrmaliges Erhitzen auf 60°C und Abkühlen auf 10°C. Ungünstige Lebensbedingungen für Bakterien schafft man durch niedere Temperaturen (Kühlschrank), Räuchern, Einsalzen und Einlegen in Essig oder einer Zuckerlösung.

Haupttreffer:

Bakterien-Käse: foodwatch stellt Strafanzeige Bakterien-Käse: foodwatch stellt Strafanzeige
Berlin, 22.05.2010: Wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung hat foodwatch Strafanzeige gegen Lidl, die Firma Prolactal und das baden-württembergische Verbraucherministerium gestellt. Grund ist die Informationspolitik der Verantwortlichen im Falle des listerien-belasteten Harzer Käses.
Heisse Bakterien Heisse Bakterien
Bremen, 20.09.2009:Im eiskalten Meeresboden vor Spitzbergen haben Wissenschaftler des Bremer Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie große Mengen thermophiler (wärmeliebender) Bakterien gefunden, die aufgrund ihrer Physiologie viel höhere Temperaturen bevorzugen. Diese Thermophilen überdauern in der Arktis in Form von Sporen, ...
Bakterien als Schmerzkiller Bakterien als Schmerzkiller
Berlin, 08.04.2009: Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass bestimmte Bestandteile von Bakterien im entzündeten Gewebe schmerzlindernd wirken. Bislang war man davon ausgegangen, dass bakterielle Entzündungen generell Schmerz verstärken. Die Forscher um Prof. Christoph Stein und Privatdozent Dr. Alexander Brack von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin ...
Auf großer Fahrt: Hähnchentransporter verbreiten Antibiotika-resistente Bakterien Auf großer Fahrt: Hähnchentransporter verbreiten Antibiotika-resistente Bakterien
Bonn, 15.12.2008: Pathogene Bakterien mit einer ausgebildeten Resistenz gegen Antibiotika erwartet man vor allem in Krankenhäusern und Arztpraxen. Nach einer aktuellen Studie der Johns Hopkins School of Public Health, USA, muss man aber auch auf Autobahnen und Landstraßen mit ihnen rechnen - zumindest dann, wenn auf ihnen schlachtreife Hähnchen ...
Bakterien entgiften tödliches Meerwasser Bakterien entgiften tödliches Meerwasser
Bremen, 12.12.2008: Manche Meeresbakterien produzieren Schwefelwasserstoff, der für Tiere giftig ist. Bakterien können die Meerestiere aber auch vor dem giftigen Gas schützen, haben Forscher nun festgestellt. Vor Namibias Küste entgifteten die Mikroorganismen eine riesige Wolke schwefelwasserstoffhaltigen Wassers, ehe dieses seine ganze tödliche Wirkung entfalten konnte. Schwefelwasserstoff ist berüchtigt für seinen ...

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