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Rubrik: Gesundheit
| Stichwort: Asbestose
Umweltlexikon-online.de: Asbestose
Auch Asbeststaublunge. Spezifische Erkrankung (Fibrose) durch Einatmen von Asbeststaub. A. entsteht nach langjähriger Einatmung relativ hoher Asbestfaser-Konzentrationen, die i.d.R. an asbestverarbeitenden Arbeitsplätzen auftraten. Die
L. ist der Zeitraum ohne Symptome zwischen dem Einwirken von Reizen, Stoffen, Strahlen usw. und dem Auftreten ihrer Wirkung bei einem Organismus.
Latenzzeit
, also die Zeit zwischen Asbestexposition und dem Erkennen der Erkrankung, liegt im Mittel bei etwa 20 Jahren. Die fibrogene Wirkung (Narbenbildung) ist als körpereigene Abwehrreaktion zu verstehen, mit dem Versuch der Freßzellen, in die Lunge eingedrungene Asbestfasern zu verdauen.
Beim Versuch der Phagozyten und
"große Fresszellen"
Makrophagen
, die Eindringlinge durch Aufnahme in den Zelleib unschädlich zu machen, stirbt die Freßzelle ab. In der Folge versucht sich eine weitere Freßzelle an der Asbestfaser, stirbt ab usw. Durch diese Vorgänge bildet sich Narbengewebe.
Dadurch verringert sich die Elastizität und die Gasaustauschfläche der Lunge, was zu einer starken Funktionseinschränkung führt. Das Herz versucht den zunehmenden Funktionsverlust der Lunge so weit wie möglich zu kompensieren. Tödliche Verläufe bei A. beruhen i.a. auf Herzversagen.
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Stand: 10. Februar 2012
Erstellt: 10. Februar 2012