Startseite
|
Rubrik: Ernaehrung
| Stichwort: Spülmittel
Umweltlexikon-online.de: Spülmittel
S. stellen die mengenmäßig bedeutendste Produktgruppe unter den Reinigungsmitteln dar.Sie dienen zum Reinigen von Geschirr in Haushalt und Gewerbe. Es sind zwei Arten zu unterscheiden, nämlich Hand- und Maschinen-S., die völlig unterschiedlich aufgebaut und auch nicht austauschbar sind.
- 1. Hand-S. sind im Vergleich zu Allzweckreinigern relativ konzentrierte Lösungen von Tensiden, welche vor allem Fett ablösen und in der Spülflotte stabilisieren sollen. Die eingesetzten Tensidkombinationen sind schaumstark und müssen entsprechend ihrem häufigen Gebrauch möglichst hautverträglich sein, bzw. es werden spezielle Hautschutzkomponenten zugesetzt. Schließlich soll ein guter Klartrocknungseffekt vorliegen.
Wichtigster Bestandteil sind die härtetoleranten
Abk.: FAES.
Fettalkoholethersulfate
. Daneben finden als anionische Tenside
Abk. SAS. Diese bedeutende Gruppe anionischer Tenside auf petrochemischer Basis wird in flüssigen Wasch- und Reinigungsmitteln, z.B. Spülmitteln und Allzweckreinigern, eingesetzt.
Alkansulfonate
,
Abk. LAS. Diese wichtigste Gruppe anionischer -Tenside auf petrochemischer Basis ist infolge ihres günstigen Preis-Leistungs-Verhällnisses nach wie vor in zahlreichen Wasch- und Reinigungsmitteln enthalten.
lineare Alkylbenzolsulfonate
und
Abk. FAS. Eine der älteren Gruppen von anionischen Tensiden, deren erste Vertreter schon vor dem Zweiten Weltkrieg zu Reinigungszwecken Einsatz fanden.
Fettalkoholsulfate
Einsatz. Bei den Lösemitteln handelt es sich v.a. um niedere
A. sind Kohlenwasserstoffe mit einer oder mehreren Hydroxigruppen.
Alkohole
(z.B.
(Äthanol, Etylalkohol, Weingeist, Alkohol).
Ethanol
). Unter Umständen ist zur Einstellung der Viskosität noch
Natriumchlorid hat die chemische Formel NaCl und ist das Natriumsalz der Salzsäure (HCl). Es besteht aus farblosen Kristallen und wir dauch als Kochsalz oder Speisesalz bezeichnet.
Natriumchlorid
(
siehe Natriumchlorid.
Kochsalz
) enthalten.
Unter humantoxikologischen Aspekten ist neben der dermatologischen Verträglichkeit auch von Bedeutung, inwieweit die auftrocknenden Tensidreste und deren mögliche Aufnahme im
Der Begriff O. wird für ein- oder vielzellige, lebende Wesen, dessen Teile ein funktionelles Ganzes ergeben oder für das gesamte System der Organe eines Lebewesens oder für ein tierisches oder menschliches Gemeinwesen benutzt.
Organismus
beim Gebrauch handgespülten Geschirrs ein Risiko darstellen. Letzteres wird angesichts einer Aufnahme an Tensiden auf diesem Weg in der Größenordnung von 0,1 g pro Jahr als vernachlässigbar angesehen.
Insgesamt gehören moderne Hand-S. auf Basis schnell und vollständig abbaubarer
Tenside sind grenzflächenaktive Stoffe, welche sich bevorzugt in der Berührungsfläche zweier Medien konzentrieren, z.B. in der Grenzfläche Wasser/Luft.
Tenside
zu den weniger umweltbelastenden Reinigungsmitteln. Ein Großteil der Säuberungsleistung beim Handspülen ist mechanischer Art und daher der Einsatz an Chemie gering. - 2. Maschinen-S. enthalten im Gegensatz dazu nur wenig oder gar keine
Tenside sind grenzflächenaktive Stoffe, welche sich bevorzugt in der Berührungsfläche zweier Medien konzentrieren, z.B. in der Grenzfläche Wasser/Luft.
Tenside
. Die intensive Flottenbewegung der Spülmaschine verlangt extrem schaumarme
Tenside sind grenzflächenaktive Stoffe, welche sich bevorzugt in der Berührungsfläche zweier Medien konzentrieren, z.B. in der Grenzfläche Wasser/Luft.
Tenside
. Diese Eigenschaft mit ausreichender biologischer Abbaubarkeit (
Photochemischer Abbau, Chemischer Abbau, Physiologischer Abbau.
Abbau
) zu verbinden, war lange Zeit ein großes Problem.
Basis von Maschinen-S. sind dagegen
Wichtige Gruppe von Chemikalien, die in zahlreichen industriellen Prozessen (Bleicherei, Zellstoffbleiche), aber auch im Privathaushalt zum Einsatz kommt (dort vor allem als Wäsche-B. und in Fleckensalzen).
Bleichmittel
(z.B. Aktivchlorspender oder
siehe Sauerstoffbleiche.
Perborat
) und Gerüststoffe (z.B. Phosphat, Metasilikat oder Soda). Die Produkte reagieren meist stark
Eigenschaften einer Lösung, die mehr negativ geladene Hydroxid-Ionen (OH-) enthält als Protonen (H+).
alkalisch
(
Maß für den Säuregrad einer Lösung. Der Säuregrad wird durch die Anzahl der Wasserstoffionen in einem bestimmten Volumen der Lösung festgelegt.
pH-Wert
über 12) und wirken dadurch ätzend auf der Haut. Maschinen-S. sind trotz der heftigen Diskussion um das Phosphat der letzte große Einsatzbereich für diesen umweltbelastenden Stoff in Reinigungsmitteln.
Die Substitution durch weniger problematische
Die sich seit Ende der 60er Jahre abzeichnende Brisanz des Phosphateintrags in unsere Oberflächengewässer (Eutrophierung) führte schon frühzeitig zur Entwicklung von P..
Phosphatersatzstoffe
ist zwar prinzipiell möglich, aber schwieriger als bei Waschmitteln. Auf jeden Fall muß bei phosphatfreien Maschinen-S. die Regenerierung des in der Geschirrspülmaschine integrierten Ionenaustauschers sorgfältig vorgenommen werden, weil es andernfalls zur Bildung von Belägen auf dem Spülgut kommen kann.
Maschinen-S. werden meist als Pulver, aber auch in flüssiger Form angeboten. Sie sind im Gegensatz zu den Hand-S. aufgrund ihres Phosphat- und Chlorgehaltes stark umweltbelastend. Hinzu kommt, daß beim Maschinenspülen ein zusätzliches Produkt, nämlich der Klarspüler, notwendig wird. Wenn schon das Maschinenspülen nicht vermeidbar ist, sollten phosphatfreie Produkte mit
Chemischer Prozess der Entfärbung von Materialien wie Zellstoff und Textilien mittels aktiver Sauerstoffverbindungen als Bleichmittel, deren gemeinsames Merkmal eine direkte Sauerstoff-Sauerstoff-Verbindung ist (Perox oder Peroxyverbindungen), die stark oxidierend wirken und so Farbstoffe zerstören.
Sauerstoffbleiche
eingesetzt werden, wie sie Alternativproduzenten schon seit Jahren anbieten.
Vor kurzem brachten auch die großen Markenhersteller phosphat- und chlorfreie Maschinen-S. auf den Markt, in denen als Gerüststoffe Citrat,
Ist eine Gruppe von wasserlöslichen Polymeren auf der Basis von vorzugsweise Acrylsäure.
Polycarboxylate
und weniger alkalische
Artenreichste Klasse der Minerale, geologisch und technisch sehr wichtig.
Silikate
Einsatz finden. Üblicherweise arbeitet dieser neue Produkttyp zusätzlich mit Enzymen.
6120 Aufrufe seit August 2009
Stand: 19. Februar 2003
Erstellt: 6. Mai 2001