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Umweltlexikon-online.de: Mikrowellen


M. sind elektromagnetische Wellen (Elektromagnetische Strahlung ) im Hochfrequenzbereich von ca. 0,5 GHz bis ca. 300 GHz.

Sie werden, dank ihrer Eigenschaft Wolken, Nebel und Wasser durchdringen zu können, eingesetzt in der Nachrichten- und Kommunikationstechnik, in der Navigations- und Detektorentechnik (Radar = Radio Detecting and Ranging) und dank ihrer thermischen Eigenschaften zum Erhitzen von Nahrungsmitteln in industriellen Trocknungsanlagen und M.-Herden sowie zur medizinischen Therapie.

Trocknungsanlagen und Herde werden durch eine Metallkapselung abgeschirmt, so dass die M. nicht aus der Anlage bzw. aus dem Gerät treten können und möglichst wenig Strahlung an die Umgebung abgeben.Dagegen sind M.-Sender offene M.-Quellen.

Der Hauptschädigungsmechanimus sind die thermischen Schäden. Bekannt ist bei Radartechniken der M.-Star, eine Augenlinsentrübung ( Grauer Star ) infolge von M.- Strahlung , und die Sterilität bei Männern. Solche starken Schädigungen treten nur in Nähe starker M.-Sender auf, z.B. militärische und zivile Luftraumüberwachung. Für die Umgebung solcher Sender wurden auch Waldschäden ( Waldsterben ) beobachtet.

Verkehrsradar zur Geschwindigkeitskontrolle ist dem gegenüber um Größenordnungen schwächer. Nichtthermische Gesundheitsgefahren können beim sogenannten Elektrosmog durch Mobiltelefone oder Mobilfunkstationen entstehen.

Für den Bürger, der nicht unmittelbar neben einem Radarsender wohnt, ist der M.-Herd die wichtigste potenzielle Strahlungsquelle. Etwa jeder zweite bundesdeutsche besitzt einen M.-Herd.

Die in der Nahrung enthaltenen Wassermoleküle absorbieren die M.- Energie und heizen sich dadurch bei nur geringen Energieverlusten auf. Durch die Erwärmung von Lebensmitteln mittels M. werden eine Reihe biochemischer Veränderungen bewirkt, die jedoch insgesamt nicht gravierender sind als die Veränderungen beim Braten, Backen oder Kochen.

Allerdings können M.-erhitzte Gerichte geschmacklich leiden, da die richtigen Bedingungen für die Entfaltung des vollen Geschmacks (z.B. Bräunung) fehlen, weshalb M.-geräte häufig mit einer Grillschlange ausgerüstet werden. Im Unterschied zu den konventionellen Methoden kann die Nahrung durch M. sehr ungleichmäßig erhitzt werden (Verbrennungsgefahr beim Essen oder Trinken).

Eine weitere Gefahr besteht darin, wenn man Nahrung mittels M. nur bis zur Esstemperatur aufgewärmt wird; die dabei auftretenden Temperaturen genügen nicht immer zum Abtöten von Salmonellen ( Salmonellosen ).

M.-Herde sind der heimische Zugang zu umweltbelastender Tiefkühlkost und Fast Food . Energiespareffekte gegenüber konventioneller Erwärmung stellen sich nur bei der Zubereitung kleiner Portionen ein.

Wichtig ist, dass die M. im M.-Herd gefangen bleiben, da austretende M. bei Menschen (und Tieren) zu schweren inneren Hitzeschäden, Gewebeschäden und Missbildung beim Embryo führen können. Bei modernen, intakten Geräten ist dies gewährleistet. Nach den Prüfvorschriften des VDE sollen M.-Herde bei geschlossener Tür nicht mehr als 5 mW/cm² (zukünftig 1 mW/cm²) Störstrahlenintensität nach außen abgeben. Geräte neuerer Bauart liegen bis zum zehnfachen (bzw. zweifachen) unter diesem Grenzwert und arbeiten nur bei geschlossener Tür. Stichproben zeigten allerdings, dass etwa 10 Prozent der alten Geräte erhebliche Leckagen aufweisen.

Manche TÜV-Niederlassungen testen gegen Entgelt M.-Geräte auf solche Leckagen. Preiswerte M.-Prüfgerate (ca. 10 Euro) für eigene Messungen sind im Elektrohandel erhältlich.

Obwohl bei modernen M.-Herden die Sichtfenster nicht mehr Strahlung durchlassen als Rück- und Seitenwände, sollten Kinder auf keinen Fall mit dem Gesicht am Sichtfenster kleben. Die austretenden M. sind in unmittelbarer Nähe des Gerätes noch intensiv genug, um bei längerer Einwirkung Augenschäden ( Grauer Star ) verursachen zu können.
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Stand: 14. Mai 2003
Erstellt: 20. Februar 2002
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