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Rubrik: Energie
| Stichwort: Kernreaktor
Umweltlexikon-online.de: Kernreaktor

Anlage, mit deren Hilfe sich Kernspaltungen einleiten, aufrechterhalten und steuern lassen. Hauptbestandteil ist der Reaktorkern mit in Brennelementen angeordnetem Spaltstoff, meist Uran-235, in dem die Kernspaltungen ablaufen. Durch einen Moderator werden die bei der Spaltung erzeugten schnellen Neutronen abgebremst, da langsame
Neutronen
Chemisches Element, Symbol U, Ordnungszahl 92, Schmelzpunkt 1.132 Grad C, Siedepunkt 3.818 Grad C, Dichte 19,2 g/cm3, Schwermetall, dessen Verbindungen sehr giftig sind (MAK-Wert 0,25 mg/m3).
Uran
-235 besser spalten können. Regelstäbe steuern den Neutronenfluß.
Die bei der Spaltung erzeugte Wärme wird von einem unter Druck stehenden Kühlmittel abgeführt (Kernschmelzen). Der Reaktorkern ist umgeben von dem Reaktordruckbehälter, der allen Belastungen durch Druck, Temperatur und Strahlung standhalten soll (Berstschutz, GAU). Außen schließt sich eine Beton-Abschirmung an, die die Umgebung vor
Gamma- und
N. besteht aus schnell fliegenden Neutronen, die bei der Kernspaltung, Kernfusion und selten auch beim radioaktiven Zerfall (Radioaktivität) freigesetzt werden.
Neutronenstrahlung
schützt. Kommerziell betrieben werden K. in Kernkraftwerken.
Umweltbelastungen:
Kernkraftwerke gewinnen die zur Stromerzeugung notwendige Prozesswärme nicht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe oder durch Sonnenenergie, sondern durch Kernspaltung.
Kernkraftwerk
,
Abk. für größter anzunehmender Unfall, auch: Auslegestörfall.
GAU
Spezielle K.:
Schneller Brüter,
Hochtemperaturreaktoren sind spezielle Kernkraftwerke, die mit besonders hohen Temperaturen (Primärkreislauf bis 1000 Grad C) arbeiten.
Hochtemperaturreaktor
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Stand: 23. März 2011
Erstellt: 18. Mai 2001