Kernkraftwerk
K. sind Kraftwerke, die die zur Stromerzeugung notwendige Wärme nicht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, sondern durch Kernspaltung gewinnen. Weltweit vorherrschend ist der Leichtwasserreaktor (LWR, als Druckwasser- oder Siedewasser-Reaktor realisiert), neben dem noch die Reaktortypen Schneller Brüter,
H. sind spezielle Kernkraftwerke, die mit besonders hohen Temperaturen (Primärkreislauf bis 1000 Grad C) arbeiten.
Hochtemperaturreaktor
und Druckröhrenreaktor (
Am 26.4.1986 ereignete sich in einem der vier russischen Druckröhrenreaktoren (Kernkraftwerk) in T. der bislang größte Unfall in einem Kernkraftwerk.
Tschernobyl
) existieren. Die
Bei der Spaltung schwerer Atomkerne in zwei leichte Kerne werden große Mengen Energie in Form von Wärme frei.
Kernspaltung
im K. läuft im
Anlage, mit deren Hilfe sich Kernspaltungen einleiten, aufrechterhalten und steuern lassen.
Kernreaktor
ab, der aus Sicherheitsgründen i.d.R. von einem Sicherheitsbehälter und einer Stahlbetonkuppel umgeben ist. Der LWR verwendet als Kühlmittel und Moderator (
Anlage, mit deren Hilfe sich Kernspaltungen einleiten, aufrechterhalten und steuern lassen.
Kernreaktor
) normales
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.
Wasser
, das beim üblichen
siehe Kernkraftwerk
Druckwasserreaktor
unter so hohem Druck steht, daß es trotz Aufheizung auf ca. 325 Grad C im Primärkühlkreis nicht verdampft. Die bei der
Bei der Spaltung schwerer Atomkerne in zwei leichte Kerne werden große Mengen Energie in Form von Wärme frei.
Kernspaltung
freigesetzte Wärme wird von einem Primärkühlsystem aufgenommen und über Wärmetauscher an einen Sekundärkreislauf abgegeben, in dem Wasserdampf Turbinen zur Stromerzeugung antreibt.
Nichtradioaktive Umweltbelastung: K. mit ihrer großen elektrischen Leistung (Standard 1.200 MW) und ihrem schlechten
Der W. einer Anlage gibt an, wieviel Prozent der eingesetzten Energie in Strom umgewandelt wird. Bei der Umwandlung verschiedener Energieformen entsteht Wärme, die entweder als Prozess- oder Heizenergie verwendet wird oder bei alten Anlagen in die Umwelt gelangt.
Wirkungsgrad
von 35% (
Kraftwerke sind Anlagen, die aus verschiedenen Energieträgern Strom gewinnen.
Kraftwerk
) belasten
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
und insb. Flüsse durch große Mengen
Abwärme (Kühlturm). Ortsnahe Kraft-Wärme-Kopplung ist wegen Störfallgefahr und Anlagengröße nicht sinnvoll.
Radioaktive Umweltbelastung: Hauptrisiko von K. liegt in der Möglichkeit großer Unfälle, verursacht durch technische Pannen, menschliches Versagen, Erdbeben, Flugzeugabstürze, Sabotage oder Kriegseinwirkung, die mit unvorstellbar hohen, mit konventionellen Energieversorgungsarten unvergleichbaren Folgen für den Menschen und die gesamte
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
verbunden sein können. Störfallabläufe und Auswirkung:
Durch Ausfall der Kühlung eines Kernreaktors können die Temperaturen im Innern des Reaktors derart ansteigen, daß es zum Schmelzen der Brennelemente im Reaktorkern kommt.
Kernschmelzen
,
Abk. für größter anzunehmender Unfall, auch: Auslegestörfall.
GAU
, Schneller Brüter,
Der bis auf Tschernobyl schwerste bekanntgewordene Störfall in der Geschichte der Atomindustrie ereignete sich am 28.3.1979 im amerikanischen Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg.
Harrisburg
,
Am 26.4.1986 ereignete sich in einem der vier russischen Druckröhrenreaktoren (Kernkraftwerk) in T. der bislang größte Unfall in einem Kernkraftwerk.
Tschernobyl
.
Die größten radioaktiven Abgaben im störungsfreien Betrieb entstehen nicht beim K. selbst, sondern bei dessen Versorgung mit Brennstoff (
Brennstoffkreislauf) und
siehe Atommüll, Abfall, kommunale Abfallbeseitigung, Abwässerreinigung
Entsorgung
: Die abgebrannten Brennelemente enthalten im K. erzeugte radioaktive Substanzen: 1%
Chemisches Element, Symbol Pu, Ordnungszahl 94, es existieren Isotope von Pu 232 bis Pu 247, Schmelzpunkt 640 Grad C, Siedepunkt 3.327 Grad C, Dichte 19,8 g/cm3, silberweißes Metall.
Plutonium
und über 3% Spaltprodukte (
Bei der Spaltung schwerer Atomkerne in zwei leichte Kerne werden große Mengen Energie in Form von Wärme frei.
Kernspaltung
,
In der W.-Anlage werden abgebrannte Brennelemente von Kernkraftwerken mechanisch zerkleinert und in Salpetersäure aufgelöst, um dann durch chemische Prozesse das im Kernkraftwerk entstandene Plutonium und das noch verwertbare Uran vom übrigen Atommüll abzutrennen (Brennstoffkreislauf).
Wiederaufarbeitung
, Atommüll). Zusätzlich fallen jährlich 1.300 Fässer schwach- und 100 Fässer mittelaktiver Atommüll an. Nach einer Betriebszeit von 15-30 Jahren stehen zudem Abriß und
siehe Atommüll, Abfall, kommunale Abfallbeseitigung, Abwässerreinigung
Entsorgung
des K. an (s.u.).
Auch im störungsfreien Normalbetrieb gibt ein K. ständig radioaktive Substanzen an
Die L. besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen.
Luft
und
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.
Wasser
ab, die sich in der
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
anreichern und über mehr als 100.000 Jahre zu schwer abschätzbaren Schäden führen können. Im K. werden große Mengen radioaktiver Substanzen erzeugt: Durch die
Bei der Spaltung schwerer Atomkerne in zwei leichte Kerne werden große Mengen Energie in Form von Wärme frei.
Kernspaltung
entstehen etwa 200 radioaktive Substanzen (künstliche Radionuklide), die in der Natur nicht vorkommen. Durch kleinste Risse in den Brennstabhüllen (
Brennelement ) gelangen so vor allem die radioaktiven Edelgase Xenon und Krypton, die leicht flüchtigen Stoffe
Chemisches Element der VII. Hauptgruppe (Halogene), Symbol I, Ordnungszahl 53, Schmelzpunkt 113,5 Grad C, Siedepunkt 184,5 Grad C, Dichte 4,93 g/cm3.
Iod
und Cäsium, sowie
Chemisches Element der II. Hauptgruppe, Symbol Sr, Ordnungszahl 38, Schmelzpunkt 768 Grad C, Siedepunkt 1380 Grad C, Dichte 2,67 g/cm3, unedles Metall, welches sich rasch mit dem Sauerstoff und der Feuchtigkeit der Luft verbindet.
Strontium
in den Primärkreislauf und von da in andere Anlagenteile.
Durch vom
Anlage, mit deren Hilfe sich Kernspaltungen einleiten, aufrechterhalten und steuern lassen.
Kernreaktor
ausgehende
N. besteht aus schnell fliegenden Neutronen, die bei der Kernspaltung, Kernfusion und selten auch beim radioaktiven Zerfall (Radioaktivität) freigesetzt werden.
Neutronenstrahlung
werden im Kühlmittel, in den Verunreinigungen des Kühlmittels (
K. ist eine von der Oberfläche ausgehende, allmähliche Zerstörung von Metallen, aber auch nichtmetallischer Werkstoffe.
Korrosion
) und in anderen Anlagenteilen weitere radioaktive Substanzen erzeugt (
(H-3,T), radioaktives Isotop des Wasserstoffs, auch überschwerer Wasserstoff genannt, welches aus einem Proton und zwei Neutronen besteht.
Tritium
, Argon-41). Die entweichenden Substanzen werden durch aufwendige
Filter zum großen Teil zurückgehalten, der Rest gelangt über
Abwasser und
Abluft(
Der Schornstein dient der Ableitung von Abluft oder von Rauchgasen vom Ort der Entstehung (zum Beispiel dem Feuerungsraum) weg in die unteren Schichten der Atmosphäre. Je höher die emittierte Schadstoffmenge bzw. ihre Giftigkeit ist, um so höher muss der Schornstein gemäss der Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft 1986) gebaut werden.
Schornstein
oder unkontrolliert) in die
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
.
Die Tab. zeigt die radioaktiven Abgaben im störungsfreien Normalbetrieb, sie liegen erheblich unter denen einer Wiederaufarbeitungsanlage. Die radioaktiven Emissionen in
Maßeinheit für den radioaktiven Zerfall von Atomkernen (Aktivität).
Becquerel
sagen wenig über die
Der Mensch ist von jeher dem Einfluss ionisierender Strahlung (Radioaktivität) ausgesetzt.
Strahlenbelastung
und Strahlenschäden von Mensch und
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
aus. Diese hängen ab von:
Man unterscheidet die physikalische und die biologische H. und die aus beiden abgeleitete effektive H.
Halbwertszeit
der radioaktiven Stoffe, von Art und
Als E. wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von E. sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische E., die sich ineinander umwandeln lassen.
Energie
der von ihnen ausgehenden ionisierenden
Strahlung ist Energie, die in Form von Wellen bzw. Teilchen ausgesandt wird. Als Strahlung bezeichnet man die elektromagnetische Strahlung dazu gehören Radiowellen, Mikrowellen, Infrarotstrahlung, Licht, UV-Strahlung, Röntgenstrahlung, Gammastrahlung, und die beim radioaktiven Zerfall entstehende Teilchenstrahlung, wozu Alphastrahlung, Betastrahlung und Neutronenstrahlung gerechnet werden (ionisierende Strahlung).
Strahlung
(Radioaktivität und
Strahlung ist Energie, die in Form von Wellen bzw. Teilchen ausgesandt wird. Als Strahlung bezeichnet man die elektromagnetische Strahlung dazu gehören Radiowellen, Mikrowellen, Infrarotstrahlung, Licht, UV-Strahlung, Röntgenstrahlung, Gammastrahlung, und die beim radioaktiven Zerfall entstehende Teilchenstrahlung, wozu Alphastrahlung, Betastrahlung und Neutronenstrahlung gerechnet werden (ionisierende Strahlung).
Strahlung
, Maßeinheiten), ihrer
Die in Luft, Wasser oder Boden verdünnten Emissionen werden als A. bezeichnet.
Ausbreitung
in der
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
und ihrer
(radioaktiver Stoffe in Organismen) Erhöhung der Konzentration von Stoffen in biologischen Systemen.
Anreicherung
in
Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste.
Boden
, Pflanzen, Tieren und Menschen.
Offizielle Angaben über die
Der Mensch ist von jeher dem Einfluss ionisierender Strahlung (Radioaktivität) ausgesetzt.
Strahlenbelastung
durch K. beruhen auf Computersimulationen, die mit großen Fehlerquellen (z.B. über die
Die in Luft, Wasser oder Boden verdünnten Emissionen werden als A. bezeichnet.
Ausbreitung
radioaktiver Substanzen) behaftet sind. Die direkte Messung der
Der Mensch ist von jeher dem Einfluss ionisierender Strahlung (Radioaktivität) ausgesetzt.
Strahlenbelastung
ist nur für äußere Gamma- und
Betastrahlung (auch ß-Strahlung geschrieben) ist eine Art von ionisierender Strahlung. Sie entsteht beim radioaktiven Betazerfall von Atomkernen, und besteht aus Betateilchen (Elektronen).
Betastrahlung
möglich. Gerade die gefährlichen Alphastrahler (
Eine Möglichkeit des radioaktiven Zerfalls (Radioaktivität) ist der Alphazerfall, bei dem bestimmte Radionuklide, die Alphastrahler, Heliumkerne mit einer Geschwindigkeit von etwa 15.000 km/sec (entspricht einer Energie von etwa 3 MeV) aussenden.
Alphastrahlung
) sind nur mit extremem Aufwand nachweisbar, sobald sie von Organismen aufgenommen wurden.
Offizielle Stellen berechnen eine maximale
Der Mensch ist von jeher dem Einfluss ionisierender Strahlung (Radioaktivität) ausgesetzt.
Strahlenbelastung
von weniger als 0,01 mSv/Jahr (
Neue Einheit für die Äquivalentdosis infolge ionisierender Strahlung.
Sievert
) in der Umgebung von K.. Kritiker geben an, bei manchen Anlagen allein durch äußere
In der Umgangssprache wird unter B. eine, oft z.B. beim Hals-Nasen-Ohrenarzt vorgenommene, Wärmebestrahlung verstanden.
Bestrahlung
0,2-4 mSv/Jahr gemessen zu haben (
Die 1976 verabschiedete, 1989 novellierte S. legt die maximal zugelassenen Strahlenbelastungen durch künstliche Strahlenquellen für beruflich Strahlenexponierte und die Bevölkerung fest.
Strahlenschutzverordnung
).
Arbeiter in K. sind hohen Strahlenbelastungen von jährlich etlichen mSv ausgesetzt. Damit Fachkräfte die für sie zulässigen
Rechtliche zulässige Höchstwerte für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen sollen.
Grenzwerte
von 50 mSv/Jahr nicht überschreiten, werden in stark strahlenden (heißen) Zonen nukleare Tagelöhner eingesetzt (
D. sind Meßgeräte zur Messung der Strahlendosis ionisierender Strahlung (Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten).
Dosimeter
). Bei US-Atomarbeitern wurde wiederholt eine Erhöhung der Krebsrate festgestellt (somatische Strahlenschäden); in Ausnahmefällen kann es sogar zu akuten Strahlenschäden kommen (
Die S. gehört zu den akuten Strahlenschäden. Ab einer kurzzeitigen Ganzkörperdosis (Strahlendosis) von 0,5-1 Sv (Sievert) wird der bestrahlte Mensch von der S. befallen.
Strahlenkrankheit
,
Verseuchung von Gegenständen, Räumen oder Umwelt (Boden) durch giftige Chemikalien, insb. auch radioaktive Substanzen (Radioaktivität).
Kontamination
). Eine 1992 veröffentlichte Studie des britischen Amtes für
Der S. regelt den Umgang und die Lagerung radioaktiver Stoffe und den Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung zum Schutz von Einzelpersonen (somatische Strahlenschäden), deren Nachkommen (genetische Strahlenschäden) und der Bevölkerung insgesamt (Kollektivdosis).
Strahlenschutz
zeigt auf, daß das Risiko für Beschäftigte in Atomanlagen, an Leukämie zu sterben, wesentlich größer ist, als bisher angenommen. Die Studie umfaßt einen Zeitraum von 16 Jahren sowie 95.000 Beschäftigte. Bei den Leukämiefällen stellt die Studie einen klaren Zusammenhang zur jeweiligen
Die S. gibt im Zusammenhang mit Radioaktivität bzw. ionisierender Strahlung die Strahlungsmenge an, die von einem bestrahlten Körper aufgenommen wurde.
Strahlendosis
her, die die Betroffenen im Laufe ihres Arbeitslebens erhalten haben.
In Deutschland wurde in den letzten Jahren in verschiedenen Studien auch Schäden an der Allgemein-Bevölkerung sichtbar. Für Kinder unter 5 Jahren im engeren Umkreis westdeutscher K. besteht nach den Ergebnissen einer 1992 veröffentlichten Studie der Universität Mainz ein erhöhtes Risiko, an Leukämie zu erkranken. Am stärksten betroffen ist die Umgebung des K. Krümmel bzw. des Atomforschungszentrums Geesthacht; hier wurde eine um das 10-15fach erhöhte Leukämierate gefunden.
Umstritten sind Studien über einen Zusammenhang von K.-Emissionen und
Immissionsbedingtes W. tritt seit der Errichtung größerer Industrien auf. Durch die zunehmende Industrialisierung und den Bau hoher Schornsteine, die die Schadstoffe großräumig verteilten, trat das W. dann seit Beginn der 70er Jahre großflächig auf.
Waldsterben
.
Weltweite Lage der K.: 1992 sind weltweit 414 Reaktoren mit insgesamt 323 GW in Betrieb; 1989 waren es noch 421. Infolge der Reaktorunfälle von
Der bis auf Tschernobyl schwerste bekanntgewordene Störfall in der Geschichte der Atomindustrie ereignete sich am 28.3.1979 im amerikanischen Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg.
Harrisburg
und
Am 26.4.1986 ereignete sich in einem der vier russischen Druckröhrenreaktoren (Kernkraftwerk) in T. der bislang größte Unfall in einem Kernkraftwerk.
Tschernobyl
ist der nukleare Markt weitgehend zusammengebrochen. Ungeklärte Risikofaktoren für die Wirtschaftlichkeit der Atomindustrie sind vor allem die Zukunft des Produkthaftungsrechts bei Unfällen und die
siehe Atommüll, Abfall, kommunale Abfallbeseitigung, Abwässerreinigung
Entsorgung
nuklearer Abfälle (Atommüll). Auch wenn diese Faktoren quantitativ schwer abschätzbar sind, schaffen sie ein wirtschaftliches
Klima, das zusammen mit dem politischen Gegenwind, der der
siehe Kernspaltung, Kernfusion, Kernkraftwerk
Kernenergie
weltweit entgegenweht, Investitionen verhindert.
Die meisten Länder haben seit 10 Jahren kein neues K. mehr in Auftrag gegeben und auch der Versuch, K. als Klimaretter (
Die während des Tages einfallende Sonnenstrahlung (Globalstrahlung) wird von der Atmosphäre und vom Erdboden in Form von Wärme gespeichert und nachts als Infrarotstrahlung in den Weltraum abgegeben.
Treibhauseffekt
) zu verkaufen, schlug bislang fehl. Die Länder mit dem höchsten Atomstromanteil sind: Frankreich (73%), Belgien (60%) und Schweden, Ungarn und Korea mit jeweils etwa 50%. In Westdeutschland lag der Anteil 1990 bei 32,5% (öffentliche Versorgung).
Anlagen in Deutschland: In den alten Bundesländern sind heute 20 K. in Betrieb (vgl. Tab.). In den neuen Bundesländern werden derzeit keine Anlagen betrieben; die Blöcke in Greifswald sind stillgelegt, und der Weiterbau neuer Blöcke in Stendal und Greifswald gestoppt. In den alten Bundesländern werden bislang 9 K. stillgelegt (inkl. Forschungsreaktoren) (
H. sind spezielle Kernkraftwerke, die mit besonders hohen Temperaturen (Primärkreislauf bis 1000 Grad C) arbeiten.
Hochtemperaturreaktor
, Schneller Brüter). Abriß, Demontage und Endlagerung des 1974 stillgelegten 100-MW-K. Niederaichbach wird mindestens 220 Mio DM kosten (Stand 1992).
Von Beginn des westdeutschen Atomprogramms bis heute flossen ca. 30-40 Mrd DM an öffentlichen Zuschüssen in die
siehe Kernspaltung, Kernfusion, Kernkraftwerk
Kernenergie
.
Nach mehr als einem Jahrzehnt Pause will Siemens gemeinsam mit dem französischen Partner Framatome erstmals wieder ein K. in Deutschland bauen. Ende 1994 soll der Standort festgelegt werden und 1995 das
Zumeist förmliches Verwaltungsverfahren, in dem die Zulässigkeit von Projekten geprüft sowie Bedingungen und Auflagen festgelegt werden.
Genehmigungsverfahren
anlaufen. Das neue K. stellt eine Weiterentwicklung der 1.200-1.300-MW-Konvoi-Anlagen dar und soll eine Leistung von 1.500 MW aufweisen.
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Energiesparen kann sechs Atomkraftwerke überflüssig machen
Berlin, 25.06.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat der Bundesregierung vorgeworfen, in den von ihr beauftragten Szenarien für ein energiepolitisches Gesamtkonzept keine Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz vorzusehen. Es gehe ihr vor allem darum, politisch gewollte Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke zu legitimieren. |
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Alte Atomkraftwerke sofort vom Netz nehmen!
Kiel/Berlin, 22.07.2007: Nach dem Zwischenbericht zu den AKW-Pannen in Brunsbüttel und Krümmel, in dem Landesministerin Gitta Trauernicht Vattenfall bewusste Täuschung der Öffentlichkeit vorwarf, forderte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Ministerin auf, konsequent zu handeln. Vattenfall müsse die Betriebserlaubnis für die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel entzogen werden. |
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Atomkraftwerke nicht hitzefest
Berlin, 15.06.2007: Das derzeitige Drosseln der Leistung der AKW Unterweser und Krümmel um etwa ein Drittel wegen der hochsommerlichen Temperaturen sei ein Beleg dafür, dass Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke die Stromversorgung und den Klimaschutz gefährden, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). |
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Neues Risiko-Atomkraftwerk in Bulgarien droht
Wien, 14.10.2006: Gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen protestiert GLOBAL 2000 heute in Wien im Rahmen einer Info-Veranstaltung gegen die Pläne der bulgarischen Regierung, ein Atomkraftwerk im bulgarischen Belene zu errichten. In 23 Ländern finden heute Proteste gegen das geplante AKW Belene statt. Die Erfahrungen mit dem bulgarischen AKW Kosloduje haben gezeigt, dass den Behörden die Vertuschung von Unfällen wichtiger ist, als .... |
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