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Rubrik: Energie
| Stichwort: Erdöl
Umweltlexikon-online.de: Erdöl
Erdöl ist ein aus natürlichen Lagerstätten stammendes Gemisch aus flüssigen Kohlenwasserstoffen, das meist gemeinsam mit Erdgas vorkommt und als Hauptbestandteile Alkane, Cycloalkane und aromatische Kohlenwasserstoffe enthält. Erdöl wird auch als Mineralöl oder Petroleum bezeichnet. Erdöl entstand vor 20 bis 200 Mio Jahren auf Basis mariner Organismen und höherer Pflanzen u.a. unter Mitwirkung
anaerober Bakterien. Es wird auch ein anorganischer Ursprung von Erdöl diskutiert.
Erdöl wird in Raffinerien v.a. zu
Kraftstoffen wie (
Benzin,
Diesel) und Heizöl weiterverarbeitet. Gewinnung (Exploration), Transport, küstennahe Verarbeitung und Einsatz von Erdöl führen zu Ölbelastungen der Meere und Ozeane. Der jährliche Öleintrag in die Meere wird auf durchschnittlich 3,1 Mio. Tonnen geschätzt, darüber hinaus existieren auch natürliche Einträge aus unterseeischen Ölquellen auf.
Große Mengen Erdöl treten meist bei Tankerunfällen und Betriebsstörungen auf Bohrinseln ins Meer aus (
Meeresverschmutzung wird im Umweltprogramm der Bundesregierung definiert als die Summe der Einflüsse, die das Ökosystem der Hohen See und der Küstengewässer in solcher Weise verändern, daß Schädigungen im Pflanzen- und Tierreich sowie beim Menschen auftreten.
Meeresverschmutzung
, Ölpest). Am Festland stellen Lecks an Pipelines und Tanks eine Gefährdung des Grundwassers dar. Im und auf dem Meerwasser lösen sich nach der Freisetzung zunächst die Kohlenwasserstoffe auf und bilden eine Emulsion. Leichtflüchtige
K. Verbindungen der organischen Chemie aus Kohlenstoff und Wasserstoff, meist in einem Gerüst aus Kohlenstoffatomen. Während beispielsweise Propan ein kettenförmiger K. ist, ist Benzol ein ringförmiger K.
Kohlenwasserstoffe
verdampfen dagegen sehr schnell. Danach verbleiben zwischen 20 und 30 Prozent des Erdöl-Rückstands als Teerklumpen. Erdöl-Belastungen im Meer können mit chemischen Dispergierungsmittel oder mechanisch mit Klappschiffen beseitigt werden.
Ein Liter Erdöl kann eine Mio. Liter
Trinkwasser ist weltweit gesehen eine Mangelware und die Lage wird sich in den nächsten Jahrzehnten weiter verschärfen.
Trinkwasser
ungenießbar machen. Die
Toxizität von Erdöl schwankt udn hängt von seiner Herkunft ab.
Stoffe, die durch ihre chemische oder physikalische Wirkung in der Lage sind, Mensch und Umwelt zu schädigen.
Schadstoffe
werden in die
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
bei der Weiterverarbeitung (
In R. wird aus rohem Erdöl durch Destillation v.a. Benzin und Heizöl gewonnen.
Raffinerie
,
N., auch Chemiebenzin genannt, ist eine Bezeichnung für eine bestimmte Fraktion, die bei der Rohöldestillation anfällt.
Naphtha
) und v.a. bei der
Als Verbrennung bezeichnet man umgangssprachlich eine chemische Reaktion, bei der sich ein chemisches Element schnell und unter Wärmeabgabe mit Sauerstoff verbindet.
Verbrennung
von Erdöl (
Im Jahr 2000 waren die privaten Haushalte mit fast 28 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch Deutschlands beteiligt; 1990 waren es erst 25 Prozent. Damit stehen die privaten Haushalte an zweiter Stelle hinter dem Verkehr (mit rund 30 Prozent), aber noch vor der Industrie (26,5 Prozent). In den privaten Haushalten liegt der Anteil der H. am Energieendverbrauch sogar bei 76 Prozent und 11 Prozent für Warmwasserbereitung.
Heizung
,
In Einzelöfen verbrennt man zur Wärmeerzeugung Kohle, Heizöl, Erdgas und Holz, ohne - wie bei der Zentralheizung - einen Wasserkreislauf zu erhitzen.
Ofenheizung
, Fernwärme,
Verkehr verursacht Umweltauswirkungen, die v.a. durch die Transportaktivitäten und durch den Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur entstehen.
Verkehr
). freigesetzt. Unter den fossilen Brennstoffen nimmt Erdöl bei der Umweltbelastung eine Mittelstellung zwischen Erdgas und
K. ist ein fossiler Brennstoff, der sich in Jahrmillionen aus abgestorbenen Pflanzen unter Luftabschluß und dem Druck darüberliegender Gesteinsschichten gebildet hat, und zwar in der Reihenfolge Holz, Torf, Braun-, Steinkohle, Anthrazit.
Kohle
ein. Dies gilt ebenso beim
S. ist ein farbloses, stechend riechendes Gas, das beim Einleiten in Wasser schweflige Säure bildet. In der Natur befindet sich S. in vulkanischen Gasen und im Erdgas. 98 Prozent des industriell erzeugten S. dient zur Schwefelsäureherstellung.
Schwefeldioxid
wie beim
Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen.
Kohlendioxid
(Kohlendioxid-Problem,
Die während des Tages einfallende Sonnenstrahlung (Globalstrahlung) wird von der Atmosphäre und vom Erdboden in Form von Wärme gespeichert und nachts als Infrarotstrahlung in den Weltraum abgegeben.
Treibhauseffekt
).
Weitere ökologische Folgen:
ökologische Kriegsführung, Golfkrieg, ökologische Folgen.
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Stand: 20. November 2010
Erstellt: 11. Mai 2001
Weiterführende Informationen: