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Umweltlexikon-online.de: Aluminiumherstellung


Das Ausgangsmaterial zur A. ist das Mineral Bauxit.

Neben Australien sind zahlreiche Länder der sogenannten Dritten Welt Exporteure von Bauxit . Beim Bauxitabbau werden großflächig Landschaften zerstört, wie dies allgemein für den Tagebau charakteristisch ist. Die Raffination des Bauxits zum Aluminiumoxid am Abbauort benötigt große Energiemengen. Pro Tonne Aluminium fallen ca. 1,5 Tonnen Rotschlamm (Eisen- und Titanoxide sowie Kieselsäuren) an, der als Abfall deponiert werden muß (Deponie).

Zur eigentlichen Aluminiumgewinnung wird das Aluminiumoxid geschmolzen und an Kohlenstoffelektroden zu Aluminium und Sauerstoff elektrolysiert. Um den Schmelzpunkt des Aluminiumoxids bei der Elektrolyse zu erniedrigen, werden fluoridhaltige Verbindungen (hauptsächlich Kryolith Na3AlF6) zugegeben.

Der Elektrolyseprozeß zeichnet sich durch einen extrem hohen Energieverbrauch (14.000 kWh/t Aluminium) aus. Der Energieverbrauch zur Produktion einer t Aluminium ist 4mal so hoch wie zur Produktion einer t Papier , 10mal so hoch wie zur Produktion einer t Weißblech und 27mal so hoch wie zur Produktion einer t Glas ! Erfolgt die A. direkt am Bauxitabbauort, so werden dort häufig riesige Stauseen angelegt, um eine billige Energieversorgung sicherzustellen. Dies führt, wie Beispiele aus Südamerika zeigen, zu Landschaftszerstörung und irreversiblen Schäden am Ökosystem.

In Deutschland werden Strompreise für Großabnehmer subventioniert, so daß sie unter dem Erzeugerpreis liegen! Dies bedeutet, daß die Produktionspreise für Aluminium nicht den realen Preisen entsprechen.

Beim Elektrolyseprozeß fallen Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO2), Schwefeldioxid (SO2), Staub und fluorhaltige Verbindungen (hauptsächlich Fluorwasserstoff ) an, die die Umwelt teils erheblich belasten (Saurer Regen, Fluorwasserstoff ).

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Stand: 17. November 2010
Erstellt: 7. Mai 2001
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in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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