StartseiteRubrik: Boden   |  Stichwort: Humus

Umweltlexikon-online.de: Humus


Gesamtheit der abgestorbenen Substanz des Bodens, meist auch als A-Horizont (Bodenhorizonte) bezeichnet, die einem ständigen Ab-, Um- und Aufbauprozeß unterworfen sind.

Die Menge und Beschaffenheit von H. ist für die Bodenfruchtbarkeit von größter Bedeutung. Ein rein mineralischer Boden , und sei er noch so nährstoffreich, eignet sich nur wenig zur landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Nutzung. Er ist zu wasserdurchlässig und trocknet schnell aus; ihm fehlen die Bodenlebewesen und ihre bodenlockernde Wirkung.

Huminsäuren und Humus entstehen beim Abbau und Umbau von organischem Material wie Gründünger, Stroh , Laub, Zweigen, Nadelstreu u.a., entweder bei der Verdauung durch die Bodenlebewesen oder durch chemische Umsetzung. Dabei wird das abgestorbene Material zunächst von Pilzen und Bakterien besiedelt, von Regenwürmern, kleinen Borstenwürmern, Asseln, Insektenlarven, Milben und Springschwänzen zerkleinert und weiter durch Pilze und Bakterien zersetzt. Je feuchter und wärmer ein Boden ist und v.a. je besser er durchlüftet ist, um so intensiver verläuft die H.-Bildung.

H. liegt im Boden in unterschiedlicher Ausbildung vor, als Mull, Moder oder Roh-H.. Mull ist die günstigste H.-Form. Er bildet sich auf nährstoffreichen, biologisch aktiven Böden, auf denen leicht abbaubare organische Rückstände anfallen. Roh-H. ist die ungünstigste H.-Form, die sich auf nährstoffarmen, sauren, biologisch inaktiven Böden unter einem Pflanzenbewuchs mit schwer abbaubarer Streu wie Nadelwald oder Heide bildet. Die Moderform liegt zwischen Roh-H.- und Mullform.

Der H.-Gehalt des natürlichen Bodens ist weitgehend klimabedingt. H.- Aktivierung durch Bodenlüftung und Kalkung bedeutet stets auch H.-Verbrauch.


    @Umweltlexikon?
  • Bodenhorizonte , Sorptionsvermögen, Bodenorganismen , Gründüngung, Kompostierung
6357 Aufrufe seit August 2009
Stand: 17. Januar 2003
Erstellt: 17. Mai 2001
Wie sich Änderungen der Landnutzung auf das Klima auswirken Wie sich Änderungen der Landnutzung auf das Klima auswirken
Braunschweig, 27.03.2011: In Böden ist doppelt so viel Kohlenstoff in Form von Humus gespeichert wie Kohlenstoff als CO2 (Kohlendioxid) in der Atmosphäre. Durch Landnutzungsänderungen, wie die Umwandlung von Grünland in Ackerland, können innerhalb weniger Jahre bis zu 40 % des Humus verloren gehen und als CO2 unser Klima beeinträchtigen.
Lebensraum Totholz - Gestaltung und Naturschutz im GartenLebensraum Totholz - Gestaltung und Naturschutz im Garten
Darmstadt, 09.07.2010: Totholz ist die Grundlage für neues Leben und einer der wertvollsten Lebensräume überhaupt. Denn das tote Holz zersetzt sich in Wald und Natur zu wertvollem Humus für junges Grün. Die Artenvielfalt der beteiligten Pflanzen, Tiere und Pilze ist überwältigend.
Zukunft ohne Öl (Raggam/ Faißner)Zukunft ohne Öl (Raggam/ Faißner)
Graz, 22.06.2010: Können erneuerbare Energien die fossilen Energieträger ersetzen, ohne daß es zu massivem Wohlstandsverlust kommt und ohne daß die Agrarpreise explodieren? Die Autoren analysieren die verschiedensten Formen erneuerbarer Energie in Bezug auf ihren Wirkungsgrad, ihre technische Entwicklungsmöglichkeit und ihre Praktikabilität als echte Alternative zu den fossilen Energieträgern:
Nahrungsmittelproduktion ist nicht Teil des Kyoto-ProtokollsNahrungsmittelproduktion ist nicht Teil des Kyoto-Protokolls
Berlin, 19.02.2010: Sonnleitner: Die Leistungen der Bauern in die gesellschaftliche Diskussion bringen. Seit 1990 habe die Landwirtschaft die CO2-Emissionen um 17 Prozent gesenkt. Diese Leistung der deutschen Bauern verdeutlichte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, im Interview mit der Frankfurter Rundschau.
Unbemannte Flugobjekte „Spione“ für eine nachhaltige LandwirtschaftUnbemannte Flugobjekte „Spione“ für eine nachhaltige Landwirtschaft
Berlin, 12.01.2010: Sie sind unbemannt, haben vier Rotoren und machen präzise, fotografische Aufnahmen von dem Land, das sie überfliegen. Normalerweise kommen die so genannten Quadrokopter bei Militär und Geheimdienst zum Einsatz. Das Institut für Pflanzenbauwissenschaften der Humboldt-Universität (HU) zu Berlin hat sie nun für die zivile Nutzung entdeckt. Es plant die Drohnen als preiswerte Fernerkundungstechnologie für die exakt dosierte Nährstoffversorgung von Ackerflächen einzusetzen.
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012


im Journal
Social Buttons
Über unser Institut
Inserate
Top-News
Fangverbot für Donau-Stör
VIER PFOTEN rettet Orang-Utans in Borneo vor Kopfgeldjägern
Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist „Libelle des Jahres 2012“
Angriff auf Wale unter falscher Flagge
Nichts zu lachen für die Drachen
Südafrika verliert 448 Nashörner
5 Jahre nach Kyrill: Schäden im Wald noch immer deutlich sichtbar
Vögel nur im Winter füttern? VIER PFOTEN rät zur ganzjährigen Fütterung
Containerwrack vor Neuseeland gesunken
Die Jagd verursacht Bestandsexplosion bei Wildschweinen
Inserate