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Umweltlexikon-online.de: Wintergarten


W. sind verglaste Baukörper, die vor der normalen Fassade eines Gebäudes angeordnet sind.

W. erweitern den Wohnbereich und sind ein Element architektonischer Gestaltungsmöglichkeit. Durch Einfangen von zusätzlicher Sonnenenergie im Frühjahr und im Herbst kann die Heizperiode des Gebäudes verkürzt werden. Die Energieeinsparung durch einen W. wird allerdings oft überschätzt. Sie beträgt z.B. bei einem Einfamilienhaus mit Satteldach und südlich über die ganze Breite vorgelagertem Wintergarten nur 10-12%.

Dem stehen Kosten für den W. von ca. 40.000 DM gegenüber. Wird der W. wie ein normaler Wohnraum genutzt bzw. durch eine Heizung frostfrei gehalten (z.B. um tropische Pflanzen aufstellen zu können), so ergibt sich sogar ein erheblicher Mehrverbrauch an Energie . Dies liegt daran, daß selbst hochwertige Wärmeschutzverglasung ( Fenster ) erheblich mehr Wärme durchläßt als eine normale Steinaußenwand ( k-Wert ). Völlig unverständlich ist daher, daß das Bundesfinanzministerium W. fördert, sofern diese auch im Winter zum dauernden Aufenthalt geeignet sind. Ein im Winter bewohnter W. verschlingt pro Jahr 10.000-20.000 kWh Heizenergie zusätzlich!

Lit.: R.Hemmers: Informationspaket Solararchitektur und energiebewußtes Bauen, Köln 1987

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Stand: 10. Februar 2012
Erstellt: 10. Februar 2012
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