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Rubrik: Bauen_Wohnen
| Stichwort: Stroh
Umweltlexikon-online.de: Stroh
Stroh war früher ein begehrtes Material für die Tierhaltung, da es als Streu verwendet wurde. Heute, durch die zweifelhafte moderne Viehzucht mit automatischem Dungaustrag, wird in diesem Bereich kein Stroh mehr benötigt. In biologisch geführten Bauernhöfen wird natürlich Stroh traditionell als Streu verwendet, welches die Unmengen von Gülle vermeidet und dafür ein wichtiges Düngemittel produziert oder als Grundstoff für eine
Biogasanlage verwendet werden kann. Geringe Mengen an Stroh werden zu Heizzwecken in speziellen Feuerungsstätten benutzt.
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit von Stroh bietet das Baugewerbe. Früher wurde Stroh als
Wärmedämmstoff oder als Zuschlagsstoff für
L. und Holz waren die einzigen Grundbaustoffe für den Hausbau der frühen Germanen.
Lehm
eingesetzt. Aufgrund der heutigen baubiologischen Erkenntnisse kann sich das Einsatzgebiet von Stroh im Bau in naher Zukunft positiv entwickeln. Stroh-Bauplatten, speziell für den Innenausbau und zur Wärmedämmung, werden schon industriell hergestellt. Nach dem Pressen des Stroh bei ca. 250 Grad C wird beidseitig ein Spezialpapier aufgeklebt.
Die entstandene Bauplatte zeichnet sich durch eine gute Wärmedämm- und
Sorptionsvermögen aus. Imprägnierung macht Stroh verrottungsfest und resistent gegen Ungeziefer. Die Stroh-Bauplatte hat keine
toxischen Ausgasungen (wenn die Pflanzen nicht vorher gespritzt wurden,
P. sind nach dem Pflanzenschutzgesetz Stoffe, die Pflanzen vor Schadorganismen schützen, Nährstoffmangel verhindern oder beheben oder die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegenüber Schädigungen (Viren, Bakterien, Unkräuter) erhöhen.
Pflanzenschutzmittel
) und ist nach dem Ausbau gut kompostierbar.
Stroh könnte sicherlich noch weiter als vielseitiger Werkstoff für den Hausbereich z.B für Stroh-Matratzen eingesetzt werden.
Der Begriff Nachwachsende Rohstoffe stammt aus der Zeit der Ölkrise in den siebziger Jahren, in der sich erstmals die Verknappung der fossilen Rohstoffe (Erdöl, Kohle, Erdgas usw.) abzeichnete und eine Diskussion in Gang setzte, die sich für alternative Energie- und Rohstoffquellen aus erneuerbaren Quellen aussprach.
Nachwachsende Rohstoffe
und deren Verwendung werden vom Bundesminister für
Unter F. versteht man die Wissenschaftsbereiche Grundlagenforschung, Forschung über den Menschen und seine natürliche Umgebung, anwendungsbezogene Forschung, sowie Hochtechnologie.
Forschung und Technologie
durch Forschungsgelder unterstützt.
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Stand: 11. Jänner 2011
Erstellt: 6. Mai 2001