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Rubrik: Bauen_Wohnen
| Stichwort: Abbeizmittel
Umweltlexikon-online.de: Abbeizmittel
Alkalische, saure oder neutrale Mittel zur Entfernung von Anstrichfarben.- 1. Alkalische A., z.B.
N. auch als Ätznatron bezeichnet mit der chemischen Formel NaOH ist ein weißer stark hydroskopischer Feststoff mit einem Schmelzpunkt bei 318 °C.
Natriumhydroxid
,
Chemische Formel KOH, ähnliche Eigenschaften wie Natriumhydroxid.
Kaliumhydroxid
,
Wäßrige Lösung von Ammoniak
Salmiakgeist
(
Ammoniak ist ein farbloses Gas mit stechendem Geruch.
Ammoniak
), ätzend, zum Abbeizen von
Binderfarben oder Latexfarben mit synthetisch hergestellten Bindemitteln faßt man unter K. zusammen.
Kunstharzfarben
(nach Anwendung zum Schutz des Untergrundes Neutralisation mit schwachen Säuren).
- 2. Lösende A.: Mischungen aus organischen Lösemitteln, stark giftig: hauptsächlich Dichlormethan (
siehe Dichlormethan - 1,2
Methylenchlorid
) und
M. (veraltet Methylalkohol, auch Holzgeist genannt) ist eine farblose Flüssigkeit von alkoholischem Geruch mit einem MAK-Wert von 200 ml/m3 (ppm) entsprechend 260 mg/m3.
Methanol
, Beimischungen von Wachsen und Celluloseesthern, verhindern schnelles Verdunsten. Herabsetzung der Entflammbarkeit durch Zusatz von chlorierten Kohlenwasserstoffen (Dichlorethan, o-Dichlorbenzol). Handelsüblich sind kombinierte A..
Gesundheitsschädigende Wirkung bei Hautkontakt, durch Verschlucken und
Einatmung von Gasen, Dämpfen, zerstäubten Flüssigkeiten. Teile der inhalierten Stoffe gelangen durch Aufnahme über die Schleimhäute des Lungengewebes in den Körper und entfalten dort ihre Wirkung.
Inhalation
. Bei Hautkontakt und Augenspritzern treten starke Rötungen und Blasenbildung auf (mit viel
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.
Wasser
abspülen,
Die Materialien, die zur Herstellung von K. verwendet werden, können aus natürlichen Rohstoffen (Wolle, Baumwolle, Seide, Leinen etc.) oder aus synthetischen Rohstoffen (Polyamid, Polyacryl etc.) sein.
Kleidung
wechseln). Bei Verschlucken und Inhalation: Husten, Erbrechen, Atemnot, Schwindel, Koma (Arzt rufen! Frischluftzufuhr als Sofortmaßnahme). Schwere Inhalationsvergiftungen können in kleinen ungelüfteten Räumen durch Dichlormethan auftreten.
Vorsicht: In Gegenwart von offenen Flammen oder heißen Heizkörpern entsteht aus Dichlormethan das außerordentlich giftige
Farbloses, äußerst giftiges Gas, das in der chemischen Industrie große Bedeutung für die Herstellung von Kunststoffen (z.B. Polyurethanen) besitzt.
Phosgen
!
Aufgrund der starken Giftigkeit lösender A. sollten möglichst "Ablaugmittel" benutzt werden. Bei sachgemäßem Gebrauch (Hautkontakt meiden, lüften, mit Schutzbrille arbeiten!) sind Ablaugmittel relativ ungefährlich.
Nach Gebrauch gehören
Wäßrige Lösung von Basen. Der pH-Wert liegt über 7. Starke L. sind z.B. Natron-L. (Natriumhydroxid) und Kali-L..
Laugen
und A. mit den darin aufgelösten
Der Farbeindruck wird durch Farbmittel (Pigmente) hervorgerufen, welchen, um sie als Mal-F. verwenden zu können, Bindemittel zugemischt sind.
Farben
/Lacken zum
Sonderabfall.
Anstelle von A. ist auch thermisches Ablösen mit einem Heißluftfön möglich; allerdings können auf diese Weise Gase freigesetzt werden, die die Atemwege belasten und möglicherweise krebserregende Stoffe enthalten. Das Absaugen über
A. werden zur Trinkwasser- und Luftreinigung eingesetzt, vereinzelt auch für besonders schwierige Abwässer.
Aktivkohlefilter
oder das Tragen von Masken ist anzuraten.
Zum Abbeizen alter Möbel (keine Kunstharzlacke) können Soda oder Pflanzenseifen Verwendung finden. Bei mechanischer Entfernung durch Abhobeln, Schleifen das Einatmen des Farb- und Holzstaubes vermeiden. Auch das Abziehen mit dem "Abzieher" ist ökologisch unbedenklich, eignet sich aber nur für große, ebene Flächen. Werden trotzdem handelsübliche A. verwandt, ist bis zur Neutralisation (z.B. mit Zitronen- oder Essigsäure) auf ausreichende Belüftung zu achten. Es ist zu bedenken, daß neben Gesundheitsschäden auch Materialschäden entstehen können.
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Stand: 10. Februar 2012
Erstellt: 10. Februar 2012
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